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Rennbericht Oschersleben

ADAC GT Masters vom 23.04. - 25.04.2011

Rennbericht ADAC-GT-Masters-Oschersleben

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Leipert-Motorsport in der ADAC-GT-Masters 2011.

Test Hockenheim.
Bei Leipert Motorsport, absolvierte ich in Hockenheim Ende März meinen ersten Test in einem GT3-Boliden. Bei diesem Test war eigentlich nur geplant, dass ich mal ein Rennfahrzeug mit Dach probiere, um zu sehen wie ich damit zurechtkomme. Von 16 bis 17 Uhr war ich an der Reihe.
In diese Stunde konnte ich wegen einem Getriebeproblem aber nur 22 Runden fahren. Mir gelangen aber auf Anhieb so beeindruckende Zeiten, dass Teamchef Ingo Leipert mich sofort beim rhino`s junior squad empfahl und ich einige Tage später auch von Rhinos den Zuschlag bekam.

Mein neuer Partner und Hauptsponsor.
Momentan darf ich nur soviel verraten, es geht um gesunde Ernährung, darum auch nur das Logo mit Fragezeichen auf dem Auto, Auflösung am Sachsenring.

Mein Hauptsponsor wollte fast das ganze Auto als Werbefläche und somit musste ich von meinem Teamkollegen einen Teil dessen Werbefläche erwerben. Dabei dachte ich natürlich gleich an meinen alten Kartkumpel David Mengesdorf, der auch bei dem Test in Hockenheim dabei war.
David ist ein netter, geradliniger Kerl, wir kennen uns jetzt schon seit über zehn Jahren und haben den Kontakt nach der gemeinsamen Kartzeit zueinander nie verloren.
Wir verstehen uns super und David bringt auch den nötigen Speed mit, um gemeinsam in der ADAC-GT-Masters für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

Dieses Paket der „jungen Wilden“, wurde erst in der Woche vor Oschersleben geschnürt, somit gab es für uns beide leider keine Testmöglichkeit mehr.

Erstes Rennwochenende in Oschersleben.
Ich ging also mit vollen 22-Runden GT3-Erfahrung in mein erste Rennwochenende. David hatte ja einwenig mehr Erfahrung, da er 2010 im Porsche Carrera-Cup teilnahm.
In  den freien Trainings konnte ich den identischen Speed von David mitgehen und ich versuchte mich einfach an das Auto zu gewöhnen.

David fuhr das erste Zeittraining und war auf Pos15. Dann brach er aber den letzten Versuch ab und kam in die Box, da er einen Leistungsverlust spürte. Ich stieg ins Auto, bereitete mich auf mein Zeittraining vor und war eigentlich guter Dinge, wenn die Jungs das wieder hinkriegen, auch zwischen dem 10 und 15 Platz zu landen.
Dann aber bat mich mein Teamchef  auszusteigen, da der Motor hinüber war und ich konnte keine einzige Runde im Zeitraining fahren. Konsequenz - am Montag von ganz hinten starten, na super dachte ich mir, 38 Autos vor mir , das kann ja ein Spass werden.

Rennen-1, am Ostersonntag.
David ging von Pos.15 ins Rennen und hatte einen super Start, wo er 2 Plätze gut machen konnte.

Danach puschte er hart um die Lücke vor sich  zuzufahren, was Ihm auch gelang, er konnte noch einen Konkurrenten überholen und übergab mir dann das Auto auf Pos.10 liegend.

Ich fuhr genau vor einer Gruppe aus der Boxsenstrasse und hatte von Beginn an vollen Druck von hinten. Ich gab wirklich alles, aber das Puschen von David in Verbindung mit unserem Setup ging an den Reifen nicht spurlos vorrüber. Auf der Hinterachse hatte ich absolut zu wenig Grip und das Handling war echt ein Ritt auf der Rassierklinge, der dann auch in einem Dreher endete.

Dabei gingen 8 Konkurrenten an mir vorbei und ich war echt gefrustet, dass mir dieser Fehler passierte, aber ich kämpfte weiter und konnte dann noch an zwei Konkurrenten vorbeigehen, die mit Ihren Reifen wie ich auch Ihre liebe Mühe hatten. Somit sah ich dann als 16ter die Zielflagge.

Beim Briefing mit den Ingenieuren hatten David und ich viel zu besprechen und zu analysieren. Dabei kamen wir zu dem Entschluss, die Fahrweise und das Setup auf Montag dahingehend zu ändern, dass wir am Ende des Rennens auch noch Reifen haben um anzugreifen.

Rennen-2, am Ostermontag.
Wie gesagt ich startete ohne Zeit im Zeitraining von Pos.38 ganz hinten und dachte mir nur, wie komm ich am Start da nur heile durch die erste Ecke. Diese Sorge war dann aber völlig unbegründet, da meine Vorderleute nicht in der Lage waren in der Einführungsrunde am Feld dran zubleiben, ich war noch in der Schikane, zwei Kurven vor der Zielgerade, als ich per Funk mitgeteilt bekam „Ampel grün“, ich dachte mir, wie kann man da einen Start freigeben.

In der Startrunde konnte ich dann gleich zwei Konkurrenten überholen und es fing an mir Spass zu machen. In der zweiten Runde ging ich Ende Start Ziel an einem weiteren Konkurrenten vorbei, dann bekam ich genau beim Einlenken in die Tribbel-Links eine Schlag von hinten und ich drehte mich bei über 200km/h weg und rutschte noch gerade so ins Kiesbett. So dass wars dann dachte ich mir und wollte mich schon abschnallen, da klopfte ein Streckenposten ans Fester und signalisierte mir, dass die mich rausziehen wollen und ich dann weiterfahren kann.

Mit zwei Runden Rückstand ging ich dann wieder ins Rennen. Ich konnte identische Rundenzeiten wie die Spitze fahren, achtete aber auch auf meine Reifen. Gerade mit vollem Tank hatte ich ziemliches Untersteuern, schaute aber darauf die Reifen nicht zu überfordern und hatte dabei schnell wieder richtig Spass bei schöne Zweikämpfen, wo ich noch einige Jungs überholen konnte.

Auf Pos.32 übergab ich dann das Auto an David. Nun war es für mich und das Team interessant zu sehen ob meine schonende Fahrweise mit den Reifen und unsere Setupänderungen es möglich machten, dass David gegen Ende des Rennens mit den Reifen noch puschen konnte.

Und siehe da, beim Spitzentrio brachen die Rundenzeiten gegen Ende des Rennens ein und David konnte konstant ca.5-Zehntel schneller fahren als das Führungstrio und kam am Ende auf Pos.28 ins Ziel. Ohne meinem Besuch im Kiesbett hätten wir in die Top15 fahren können und bei einem Startplatz in den Top15, wäre mit den von uns gefahrenen Rundenzeiten sogar ein Top5-Platz möglich gewesen.

Vorfreude auf Sachsenring.
Somit freue ich mich schon auf den Sachsenring. Weder David noch ich kennen Diesen, aber mit den Tests die wir die nächsten Wochen machen, werden wir uns so gut wie nur möglich auf die Mini-Nordschleife in Sachsen vorbereiten.

Bis bald,
euer Dennis.

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