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Rennbericht ADAC-GT-Masters-Nürburgring - Podium durch unfaire Fahrweise der Konkurrenz verfehlt.

ADAC GT Masters vom 8.07. - 10.07.2011

Rennbericht ADAC-GT-Masters-Nürburgring

Podium durch unfaire Fahrweise der Konkurrenz verfehlt.


Nürburgring Sprintstrecke, im Rahmen des Truck-Grand-Prix.
 
Der GP-Kurs am Nürburgring ist eigentlich einer meiner Lieblingsstrecken, da wir aber den kleinen Kurs fahren und dazu noch im Rahmen des Truck-Grand-Prix, welche viel Dreck auf die Strecke bringen, ging ich mal von einem nicht einfachen Wochenende für uns aus.

Freie Trainings:

Am Freitag morgen um 8.30Uhr hatten wir unser erstes freies Training. Wir waren die erste Serie auf die Strecke und somit die Strecken-Putzer. Ich fuhr die erste halbe Stunde und ich sage euch, es war abenteuerlich, null Grip und nur Dreck auf der Strecke in den Radhäuser ging es ab als ob ich auf einem Feldweg unterwegs wäre. Wir hatten mit den gebrauchten Reifen null Grip, vor allem auf der Hinterachse, somit war dieses Training eigentlich für die  Katz.

Am frühen Nachmittag das zweite freie Training, diesmal ging David als erstes gleich mit neuen Reifen raus, das Auto und die Strecke waren wie verwandelt und unser Auto hatte ne gute Performance. Wir wechselten uns alle viertel Stunde ab und probierten verschieden Varianten am Setup aus, womit wir das einstündige freie Training auf dem hervorragenden 3-Platz beendeten. Wohl wissend, dass manche schon im ersten freien Training neue Reifen fuhren, war uns klar, ein Platz in den Top-Ten ist im Zeittrainig möglich.

Zeittraining:
Ich fuhr das erste Zeittraining und war schon gespannt ob ich ne freie Runde habe, bei 38 Fahrzeugen auf der kurzen Strecke. Ich hatte etwas zu wenig Grip an der Hinterachse, konnte aber dennoch trotz Verkehr, der mich 3-Zehntel kostete, das Zeittraining auf Pos.11 beenden. Ohne Verkehr wäre es Pos.5 gewesen, ich war aber dennoch zufrieden, war ja ne ordentliche Ausgangsposition für das Samstag-Rennen.
Bei David wurde auf mein Raten hin mehr Grip an die Hinterachse gebaut wodurch das Auto deutlich besser lag, aber auch David hatte keine freie Runde und lag 8-Minuten vor Ende auf Pos.7. Wir konnten jetzt nur noch abwarten, da einige schnelle Leute pokerten und jetzt erst raus gingen, Ihre schnelle Runde zu fahren. Doch dann hatten wir mal Glück im Unglück, unser Teamkollege im Schwester-Auto flog durch ne Kollision mit einem Konkurrenten ab, dadurch war bis zwei Minuten vor Schluss gelb und die schnellen Leute konnten keine  Zeitrunde mehr fahren. Am Ende Pos.6 für David, da noch ein Konkurrent nach hinten versetzt wurde.
Das war jetzt mal ne super Ausgangspossition fürs Sonntags-Rennen.

Rennen 1:

Samstag, 12.00 Uhr, 6.Startreihe, 11. Startplatz.
Ich hatte  einen guten Start, in der dritten Kurve gab es vor mir ein Gerangel, um nicht in eine Kollision verwickelt zu werden musste ich neben die Strecke und verlor so einige  Positionen.
In Runde zwei konnte ich eine Position gut machen und lag auf Pos.13. In der fünften Runde  wollte ich gerade an einem weiteren Konkurrenten vorbeigehen, als dieser mir völlig unverständlich die Türe zuschmiss und auf das rechte Vorderrad fuhr,  worauf und ich mich unweigerlich drehte.
Danach war das Auto nicht mehr perfekt und ich lag auf Pos.23, konnte mich aber bis zum Boxenstop auf Pos.18 vorkämpfen, was durch immer wieder auftretende Zündaussetzter und dem damit verbunden Leistungsverlust nicht einfach war. David lag nach Beendigung aller Boxenstops auf Pos.20.  Rundenlang hatte er ein Gerangel mit der Corvette von Heinz Harald Frentzen, der ihm mehrmals grundlos ins Auto fuhr. Mit dem dementsprechend beschädigten Auto war die Pace nicht mehr berauschend und am Ende kam David mit einer kämpferischer Leistung auch bedingt durch einige Ausfälle doch noch als 15. ins Ziel.  

Rennen 2:
Sonntag, 12.00 Uhr, 3.Startreihe, 6. Startplatz.
David hatte einen guten Start und büßte nur einen Platz ein und konnte sich in Runde drei auf Pos.6 zurück kämpfen. Auf dieser Position fuhr David Rundenlang, kein dran Denken die Vorderleute anzugreifen, übergab er mir das Auto auf Pos.6 liegend.


Nach Beendigung aller Boxenstops  lag ich immer noch auf Pos.6, machte aber gleich mal Druck auf meine Vorderleute. Vor mir lag der Abt Audi mit Christopher Mies am Steuer, ich konnte Ihm problemlos folgen und wir liefen auf die Corvette von Toni Seiler auf. Die Corvette fuhr dem Audi mehrmals grundlos ins Auto und mir flogen nur so die Kleinteile des Audis um die Ohren. Das ging so lange bis der Audi-Fahrer die Nase voll hatte und der Corvette eingangs Kurzanbindung leicht hinten aufs Heck fuhr und sich die  Corvette weg drehte. Super dachte ich mir, dadurch lag ich ja schon auf Pos.5, mach so weiter, ich fahre  Dir einfach hinterher und am Ende des Rennens versuch Dich dann anzugreifen. Gemeinsam liefen wir dann auf die nächste Corvette auf, mit Sven Hannawald am Steuer, ich hing dem Abt Audi durch die NGK-Schickane am Diffusor, dann mache Hannawald eingangs Start-Ziel einen Fehler, lies die Türe offen und wir beide stießen innen rein, der Audi war schon durch und ich mit der Corvette auf gleicher Höhe, dann zieht er plötzlich voll in mich rein, unsere Vorderräder berühren sich, er schiebt mich mit seinem „Amipanzer“ auf den Kerb und ich kann den Dreher nicht mehr verhindern. So ne Sch...., dachte ich mir, ich stand zu allem Pech noch gegen die Fahrtrichtung und musste Auto um Auto passieren lassen, bis mir der Streckenposten das Ok gab mit durchdrehenden Rädern zu wenden. Auf Pos.24 nahm ich das Rennen wieder auf und kämpfte mich mit Kragenweite XXL bis zum Rennende, auch bedingt durch zwei Ausfälle bis auf Pos.16 nach vorne.

Jo, was soll ich sagen...., ohne den unfairen Rempler von der Corvette wäre es ganz easy aufs Podest gegangen, wenn man eingangs einer Kurve auf gleicher Höhe liegt, gehört die Kurve dem innen fahrenden Piloten, Ihm dann einfach ins Auto zu fahren ist nicht in Ordnung! Die Rennleitung muss jetzt endlich mal solche Aktionen bestrafen, sonnst geht hier der Sport und die Fairness den Bach runter, mal ganz abgesehen von den daraus resultierenden immens hohen Unfallkosten.

Das nächste Rennen ist Mitte August in Österreich auf dem Red-Bull-Ring, hoffe wir testen vorher mal, um mit unserm Setup weitere Schritte nach vorne zu machen. Wir hatten bis heute aus verschieden Gründen nur einen Testtag und für diese minimale Vorbereitung sind wir, denke ich, ganz ordentlich dabei.

Bis bald
Euer Dennis

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